«Manual» – mehr Kontrolle über die iPhone-Kamera

Mit iOS 8 erlaubt Apple den Appentwicklern erstmals, gezielt auf manuelle Einstellungen der iPhone-Kamera zuzugreifen. Für mich ein grosser Schritt für die iPhone-Fotografie, da die Entwicler von Kamera-Apps uns Fotgrafen mehr Gestaltungskontrolle über unsere Bilder in die Hand geben können. Die Aussage «Die beste Kamera ist diejenige, die du immer dabei hast» wird weiterhin Bedeutung haben. Und vermutlich werden die meisten Fotos weiterhin Schnappschüsse sein. Wer sich jedoch etwass mehr Zeit nimmt, kann unter den neuen Voraussetzungen deutlich mehr heraus holen.

Kamera-App von iOS

App KameraBereits die mit iOS 8 gelieferte Kamera-App erlaubt die Beeinflussung von Belichtung und Fokus auf eine intuitive Art. Durch Antippen eines Bildbereichs wird auf diesen scharf gestellt, während durch längeres Berühren Fokus und Belichtung für den gewählten Punkt fixiert werden. In beiden Fällen erscheint rechts neben dem Fokusfeld eine kleine Sonne. Ein Streichen mit dem Finger nach oben oder unten verändert die Belichtung. Dabei wählt die App selber eine optimale Kombination von Verschlusszeit und Empfindlichkeit (ISO). Mit dieser Herangehensweise bleiben manuelle Einstellungen noch recht einfach, doch ist die Einflussnahme auf alle grundsätzlichen Möglichkeiten, und damit verbunden auf eine umfassendere Bildgestaltung, noch sehr gering.

«Manual» – Kontrolle über die Aufnahmen

Bereits nutzen verschiedene Apps die neuen Möglickeiten, den Fotografen mehr Einflussnahme bei den Aufnamen zu geben. Schnappschüsse werden dabei keine mehr enstehen, doch besteht die Chance, dass die Foto wieder bewusster beeinflusst weden. Möglichkeiten beschreibe ich im Folgenden am Beispiel der App «Manual».

IMG_6056Über eine sehr gut strukturierte, intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche steht eine Vielzahl manuell einstellbarer Funktionen zur Verfügung. Beim ersten Start der App fällt sofort  das Histogramm auf, das am unteren Rand eingeblendet ist und sich bei der Neuausrichtung der Kamera ständig aktualisiert.. Die übrigen Bedienelemente sind über Icons erreichbar. Meist klappt dann ein Slider auf, über den die Einstellungen mittels Wischbewegungen vorgenommen werden können. Bei den Einstellungen zum Blitz steht  neben den typischen Möglichkeiten «ON» und «OFF» auch die Funktion «FIILL» zur Verfügung. In dieem Modus leuchtet die Blit-LED dauernd und helt so die nahen, dunkleren Bildbereichauf. Der Fokus kann mittels tippen auf das Bild an den gewünschten Ort gelegt werden, doch ist es zudem möglich, die Distanz über einen Schieberegler zu definieren. Das kann bei Objekten hinter Vitrinen- oder Schaufensterglas hilfreich sein. Die üblichen Voreinstellungen einer dedizierten Kamera bietet der Weissabgleich. Auch die Wahl von ISO und Verschlusszeit dürfte allen von solchen Kameras her bekannt sein. Eine Ausnahme bildet die Blendenwahl: Sie kann auch in der App «Manual» nicht beeinflusst werden, da das iPhone immer mit einem festen Blendenwert arbeitet.

Über die wenigen App-Einstelungen lässt sich Drittel-Grid einblenden, das bei der Bildgestaltung helfen kann. Zudem stehen eine helle und eine dunkle Benutzeroberfläche zur Wahl, die auch von der Kamera je nach Lichtsituation automatisch gewält werden kann.

Preis: sFr. 2.00
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By | 2016-10-14T14:47:50+00:00 05. Oktober 2014|Categories: Kameras, Software|Tags: , , , , |0 Comments

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